Lagebericht
Grundlagen der Gesellschaft
Die InterRisk Lebensversicherungs AG Vienna Insurance Group, mit Sitz in Wiesbaden, betreibt den unmittelbaren und mittelbaren Lebensversicherungsgeschäftsbetrieb in Deutschland. Der Geschäftszweck umfasst den Abschluss von Lebens- und Rentenversicherungen aller Art sowie hiermit verbundener Zusatzversicherungen. Die Gesellschaft ist ein rechtlich selbstständiges Unternehmen und Teil der Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG).
Die InterRisk Lebensversicherungs AG ist als reiner
Maklerversicherer positioniert und arbeitet ausschließlich
mit unabhängigen Versicherungsmaklern zusammen.
Der Vertrieb erfolgt über ein bundesweites Netzwerk
von rund 10.000 unabhängigen Vertriebspartnern,
wodurch eine starke Marktabdeckung im Privatkundensegment
erreicht wird. Die Gesellschaft fokussiert
sich dabei auf biometrische Produkte sowie ausgewählte
Vorsorge- und Rentenlösungen.
Das Produktportfolio der InterRisk Lebensversicherungs AG ist auf klar strukturierte, transparente und wettbewerbsfähige Lebensversicherungsprodukte ausgerichtet. Den Schwerpunkt bilden:
- Risikolebensversicherungen,
- Berufsunfähigkeitsversicherungen,
- Rentenversicherungen, einschließlich klassischer und fondsgebundener Ausprägungen.
Die Gesellschaft verfolgt dabei eine selektive Produktstrategie
mit Konzentration auf ertragsstabile und risikoangemessene
Geschäftsfelder. Im Neugeschäft entfällt der überwiegende Teil der laufenden Beiträge auf
biometrische Produkte, die durch einen hohen Wettbewerbs-
und Preisdruck im Markt gekennzeichnet
sind. Die Produktentwicklung erfolgt unter Berücksichtigung
aktuarieller Vorsichtsprinzipien sowie der regulatorischen
Rahmenbedingungen.
Die Anteile der InterRisk Lebensversicherung AG werden zu 100 % von der InterRisk Versicherungs-AG gehalten. Die InterRisk Versicherungs-AG ist eine 100%ige Tochter der Vienna Insurance Group, gelistet im ATX in Österreich. Es besteht zudem ein Ergebnisabführungsvertrag mit der InterRisk Versicherungs-AG und eine Umsatz- und ertragssteuerliche Organschaft, bei der die InterRisk Versicherungs-AG als Organträgerin fungiert.

Allgemeine Rahmenbedingungen
Das Jahr 2025 war für die deutsche und europäische Wirtschaft von einer allmählichen Stabilisierung nach mehreren schwachen Jahren geprägt. Nach zwei aufeinanderfolgenden Rezessions- bzw. Stagnationsjahren konnte die Wirtschaftsleistung in Deutschland wieder leicht zulegen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahresdurchschnitt um 0,2 %, kalenderbereinigt um 0,3 %. Damit wurde die Phase der wirtschaftlichen Schrumpfung formal beendet, wenngleich das Wachstum insgesamt auf niedrigem Niveau verharrte.
Auch im Euroraum zeigte sich 2025 eine moderate
wirtschaftliche Erholung. Die Wirtschaft erwies sich
insgesamt als resilienter als noch zu Jahresbeginn
erwartet, blieb jedoch weiterhin durch geopolitische
Unsicherheiten, strukturelle Wettbewerbsprobleme
und eine schwache Außenhandelsdynamik belastet.
Das reale BIP Wachstum im Euroraum lag nach Schätzungen
der EZB bei rund 0,9 %
Die wirtschaftliche Stabilisierung in Deutschland wurde
im Jahr 2025 vor allem durch die Binnenwirtschaft
getragen. Maßgebliche Wachstumsimpulse gingen
vom privaten Konsum sowie von staatlichen Konsum und
Transferausgaben aus. Mit dem deutlichen Rückgang
der Inflationsraten verbesserten sich die real verfügbaren
Einkommen der privaten Haushalte, was zu
einer schrittweisen Belebung der Konsumnachfrage
führte.
Die Investitionstätigkeit blieb hingegen insgesamt verhalten.
Sowohl Ausrüstungs als auch Bauinvestitionen
lagen unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür
waren weiterhin hohe Unsicherheiten hinsichtlich der
wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, steigende
Finanzierungskosten im Vergleich zur Niedrigzinsphase
sowie strukturelle Anpassungsprozesse in Industrie
und Bauwirtschaft.
Die Außenwirtschaft stellte 2025 weiterhin einen
Belastungsfaktor für die deutsche Konjunktur dar. Die
Exporte gingen erneut zurück und lieferten damit keinen
positiven Wachstumsbeitrag. Insbesondere höhere
US-Zölle, die Aufwertung des Euro sowie die zunehmende
Konkurrenz aus China wirkten dämpfend auf
die Exportindustrie. Die Importentwicklung blieb ebenfalls
verhalten, sodass von der Außenhandelsbilanz
insgesamt keine Wachstumsimpulse ausgingen.
Die Inflationsdynamik schwächte sich im Jahr 2025
deutlich ab. Die Verbraucherpreise im Euroraum und in
Deutschland lagen im Jahresdurchschnitt nahe dem
Stabilitätsziel der EZB von 2 %. Der Rückgang der
Energiepreise, eine Normalisierung der Lieferketten
sowie eine geringere Dynamik bei den Güterpreisen
wirkten inflationsdämpfend, während der Lohndruck
im Dienstleistungssektor weiterhin moderat preistreibend
war.
Vor diesem Hintergrund setzte die Europäische Zentralbank
ihren Kurs der geldpolitischen Lockerung fort
und hielt den Einlagenzinssatz im Jahresverlauf stabil
bei 2,0 %. Die Geldpolitik wirkte damit insgesamt
unterstützend auf Konsum und Investitionen, ohne
neue Inflationsrisiken auszulösen.
Zusammenfassend war das Jahr 2025 von einer fragilen
wirtschaftlichen Erholung geprägt. Die deutsche
Wirtschaft kehrte nach zwei Rezessionsjahren zwar auf
einen leichten Wachstumspfad zurück, blieb jedoch
durch strukturelle Herausforderungen, eine schwache
Exportdynamik und eine zurückhaltende Investitionstätigkeit
belastet. Für den Euroraum insgesamt ergab
sich ein ähnliches Bild moderaten Wachstums bei
nachlassender Inflation und unterstützender Geldpolitik.
Die wirtschaftliche Entwicklung schuf damit ein
stabileres, wenn auch weiterhin anspruchsvolles
Umfeld für Unternehmen und institutionelle Investoren.
Das Geschäftsjahr 2025 stand für die deutsche Lebensversicherungswirtschaft im Zeichen einer spürbaren Normalisierung des Zinsumfeldes nach den außergewöhnlichen Verwerfungen der Vorjahre. Nach der starken geldpolitischen Straffung bis Herbst 2023 leitete die Europäische Zentralbank ab Juni 2024 schrittweise eine Lockerung ein. Der maßgebliche Einlagesatz lag im Jahresverlauf 2025 stabil bei rund 2,0 %, nachdem er zuvor einen Höchststand von 4,0 % erreicht hatte. Parallel stabilisierte sich die Inflation im Euroraum wieder in der Nähe des EZB Zielwertes von 2 %.
Für Lebensversicherer bedeutete dieses Umfeld planbarere
Kapitalmarktrenditen, eine Entspannung bei
der Bewertung langfristiger Garantien sowie verbesserte
Möglichkeiten zur Anlage in festverzinsliche
Wertpapiere mit auskömmlichen laufenden Erträgen.
Gleichzeitig blieb das Marktumfeld von geopolitischen
Unsicherheiten und einer insgesamt verhaltenen konjunkturellen
Dynamik geprägt, was die Nachfrage
nach sicherheitsorientierten Vorsorgeprodukten weiterhin
stützte.
Nach mehreren rückläufigen Jahren verzeichnete die
deutsche Lebensversicherung 2025 eine deutliche
Belebung der Beitragseinnahmen. Der Gesamtverband
der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) korrigierte
seine Prognose im Jahresverlauf mehrfach nach
oben und rechnete zuletzt mit einem Beitragswachstum
von rund 6,7 % in der Lebensversicherung. Maßgeblicher
Treiber war erneut das Einmalbeitragsgeschäft,
das um mehr als 24 % zulegte und damit einen
erheblichen Anteil am gesamten Beitragsanstieg hatte.
Demgegenüber blieb das Geschäft mit laufenden Beiträgen
unter Druck. Zwar zeigten sich im Neugeschäft
leichte Zuwächse, diese konnten jedoch den demografisch
bedingten Bestandsabrieb – insbesondere durch
auslaufende Verträge der geburtenstarken Jahrgänge
– nur teilweise kompensieren. Der GDV führt diese
Entwicklung im Wesentlichen auf strukturelle Faktoren
wie die alternde Bevölkerung und veränderte Sparpräferenzen
zurück.
Die Produktlandschaft der Lebensversicherer war 2025
weiterhin von einem hohen Anteil fondsgebundener
und hybrider Produkte geprägt. Klassische Lebensversicherungen
mit hohen Garantien spielten im Neugeschäft
weiterhin eine untergeordnete Rolle. Gleichwohl
sorgte die Anhebung des Höchstrechnungszinses
auf 1,0 % zum 1. Januar 2025 für eine gewisse Aufwertung
klassischer Garantieelemente, insbesondere
in der betrieblichen Altersversorgung (bAV).
Indexgebundene Produkte sowie fondsgebundene
Policen mit abgesenkten Garantien oder Sicherungsmechanismen
blieben stark nachgefragt. Kunden legten
weiterhin großen Wert auf eine Kombination aus
Renditechancen, Flexibilität und Risikobegrenzung,
was sich auch in der wachsenden Bedeutung von Einmalbeitragsprodukten
als Anlagealternative widerspiegelte.
Die Solvabilitätslage der deutschen Lebensversicherer
stellte sich 2025 insgesamt robust dar. Die Mehrheit
der Unternehmen wies komfortable Solvency II Quoten
aus, wenngleich sich die Spreizung zwischen einzelnen
Anbietern weiter vergrößerte. Studien zeigen, dass
insbesondere Zinsänderungsrisiken und langfristige
Garantien weiterhin zentrale Einflussfaktoren für die
Kapitalausstattung bleiben.
Insgesamt markierte das Jahr 2025 für die deutsche Lebensversicherungswirtschaft einen Wendepunkt nach mehreren herausfordernden Jahren. Das stabilere Zinsumfeld, das kräftige Wachstum im Einmalbeitragsgeschäft und die robuste Solvabilitätslage stärkten die wirtschaftliche Basis der Branche. Gleichzeitig blieben strukturelle Herausforderungen – insbesondere Demografie, Kostendruck und regulatorische Anforderungen – weiterhin präsent.
Für die kommenden Jahre erwartet der GDV eine Fortsetzung moderaten Wachstums, wobei die Fähigkeit zur Produktinnovation, effizienten Kapitalanlage und erfolgreichen Umsetzung regulatorischer Vorgaben entscheidend für die Wettbewerbsposition der einzelnen Unternehmen sein wird.
Das Jahr 2025 war an den internationalen Kapitalmärkten von einer fortschreitenden geldpolitischen Normalisierung geprägt. Nach dem Ende der Zinserhöhungsphase im Jahr 2023 leitete die Europäische Zentralbank bereits ab Mitte 2024 eine schrittweise Lockerung ein und hielt den maßgeblichen Einlagesatz im Jahr 2025 auf einem Niveau von rund 2,0 %. Die Inflationsraten im Euroraum stabilisierten sich im Jahresverlauf wieder nahe dem Zielwert von 2 %, wodurch sich das geldpolitische Umfeld insgesamt berechenbarer gestaltete.
Für die Kapitalmärkte bedeutete dies eine Entspannung
bei den Zins und Bewertungsrisiken, zugleich
aber eine erhöhte Sensitivität gegenüber fiskalpolitischen
Impulsen, geopolitischen Entwicklungen und
konjunkturellen Erwartungen.
Die globalen Aktienmärkte verzeichneten 2025 insgesamt
eine sehr positive Entwicklung, getragen von
Zinssenkungserwartungen, stabilen Unternehmensgewinnen
und strukturellen Wachstumsthemen. Insbesondere
der anhaltende Investitions und Produktivitätsschub
im Bereich der künstlichen Intelligenz wirkte
weiterhin als zentraler Kurstreiber, vor allem in den
USA, strahlte jedoch auch auf europäische Märkte aus.
Gleichzeitig nahm die Marktbreite im Jahresverlauf zu.
Während in den Vorjahren vor allem einzelne Technologie
Schwergewichte die Kursentwicklung dominierten,
profitierte 2025 eine größere Zahl von Sektoren,
darunter Industrie, Finanzdienstleistungen und Versicherungen,
von der verbesserten makroökonomischen
Perspektive und sinkenden Finanzierungskosten.
Die Rentenmärkte standen 2025 im Zeichen einer Neubewertung
des Zinsniveaus nach den starken Renditeanstiegen
der Vorjahre. Mit dem Übergang zu einem
moderateren geldpolitischen Kurs stabilisierten sich die
Renditen europäischer Staatsanleihen auf einem
Niveau, das sowohl für Anleger als auch für Emittenten
wieder attraktiv war.
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bewegte sich
im Jahresverlauf überwiegend in einer Spanne zwischen
rund 2,3 % und knapp 3,0 %, wobei insbesondere
fiskalpolitische Ankündigungen – etwa höhere
Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung – zeitweise
zu steigenden Renditen führten. Insgesamt blieben
Staatsanleihen jedoch ihrer Rolle als stabilisierender
Portfoliobaustein gerecht.
Für Versicherungsunternehmen bot das Kapitalmarktumfeld
2025 verbesserte laufende Erträge bei gleichzeitig
reduzierten Wiederanlagerisiken. Die Kombination
aus:
- stabileren Zinsniveaus,
- attraktiven Renditen im festverzinslichen Bereich und
- positiven Aktienmarktentwicklungen
schuf insgesamt günstige Voraussetzungen für die
Ertragslage und das Asset Liability Management.
Gleichzeitig blieb angesichts der erhöhten Marktvolatilität
und geopolitischer Risiken eine breite Diversifikation
über Anlageklassen und Laufzeiten von zentraler
Bedeutung.
Zusammenfassend war das Jahr 2025 an den Kapitalmärkten von einer deutlichen Erholung und Normalisierung geprägt. Aktien profitierten von Zinssenkungen, strukturellen Wachstumsthemen und stabilen Gewinnerwartungen, während festverzinsliche Wertpapiere nach Jahren niedriger Erträge wieder eine tragende Rolle in institutionellen Portfolios einnahmen. Für langfristig orientierte Investoren, insbesondere Versicherungsunternehmen, verbesserten sich damit die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und risikoadäquate Kapitalanlage deutlich.
Die InterRisk konnte eine Erhöhung ihrer gebuchten Bruttobeiträge um 1,6 % auf 116,6 Millionen € verzeichnen. Dem steht ein Wachstum in der Branche von 5,3 % gegenüber. Die laufenden Beiträge gingen im Jahr 2025 um 4,5 % auf 73,1 Millionen € zurück, da das Neugeschäft vor allem biometrischer Tarife die Vertragsabläufe von kapitalbildenden Versicherungen und der älteren höher tarifierten Risikoversicherungen nicht kompensieren konnte. Die Branche berichtet auch für das Berichtsjahr 2025 von einer Stagnation der laufenden Beiträge.
Die Einmalbeiträge und Zuzahlungen hingegen erhöhten
sich um 13,6 % (gegenüber + 16,9 % im Markt)
auf 43,5 Millionen €, nach einem Anstieg im Vorjahr
um 20,7 %.
Die abgegebenen abgegrenzten Rückversicherungsbeiträge
erhöhten sich nur leicht von 10,1 Millionen €
auf 10,4 Millionen €, wodurch sich die verdienten Beiträge
um 1,5 % auf 105,7 Millionen € erhöhen konnten.
Die Beitragsentwicklung resultiert aus Zugängen
und Abgängen von Versicherungen im Jahresverlauf,
über deren wichtigste Größen im Folgenden berichtet
wird.
Im Geschäftsjahr betrug der Neuzugang gemessen am
laufenden Jahresbeitrag 3,7 Millionen €, der zu 77,4 %
biometrische Produkte betraf, die einem anhaltend
starken Preisdruck ausgesetzt waren. Der Neuzugang
fiel damit gegenüber dem Vorjahr um 2,9 %.
Die größte Sparte Todesfallversicherung verfehlte mit
2,0 Millionen € das Vorjahresniveau um 14,0 %. Demgegenüber
konnte sich der Neuzugang der Berufsunfähigkeitsversicherung
mit einem Anstieg auf 0,9 Millionen € um 2,7 % verbessern. In der Rentenversicherung
wurden laufende Neuprämien in Höhe von 0,8 Millionen
€ nach 0,6 Millionen € im Vorjahr erzielt.
Der gesamte Neuzugang inklusive Summenerhöhungen,
Zuzahlungen und Einmalbeiträge erhöhte sich
demzufolge von 42,1 Millionen € auf 47,2 Millionen €.
Die Beitragssumme des Neugeschäfts, bei der die laufenden
Beiträge mit ihrer Laufzeit gewichtet werden,
erhöhte sich um 6,2 % auf 106,4 Millionen €.

Der Anteil der Risiko-Lebensversicherung an der Neuproduktion verringerte sich von 60,8 % auf 54,2 %. Die Berufsunfähigkeitsversicherung stieg leicht von 21,9 % auf 23,2 %. Die Rentenversicherung gewann mit einem von 14,8 % auf 20,1 % erhöhten Neugeschäftsanteil an Bedeutung.

Die laufenden Bestandsbeiträge gingen um 4,3 % auf 72,4 Millionen € zurück. Davon entfielen 50,4 Millionen € (- 4,6 %) auf die Risikolebensversicherung, deren Anteil am Gesamtbestand nun 69,6 % beträgt. Die Gesamt-Versicherungssumme lag mit 11,0 Milliarden € um 1,1 % unter dem Vorjahr.
Die am mittleren Bestandsbeitrag gemessene Stornoquote verringerte sich von 2,8 % auf 2,7 %. Weitere Informationen über die Bewegung und Struktur des Bestandes sind Seite 43 und 44 des PDFs zu entnehmen.
Die Abschlusskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 10,8 % von 6,0 Millionen € auf 6,6 Millionen €. Der an der Beitragssumme des Neugeschäftes bemessene Abschlusskostensatz erhöhte sich von 6,0 % auf 6,2 %. Die Verwaltungskosten stiegen um 4,1 % auf 4,3 Millionen €, nachdem sie im Vorjahr um 8,0 % gestiegen waren. Der Verwaltungskostensatz steigt minimal von 3,6 % auf 3,7 %. Die Verwaltungskosten enthalten auch die den Vermittlern vergüteten Bestandspflegeprovisionen.
Der Kapitalanlagenbestand für eigene Rechnung erhöhte sich um 8,4 % auf 533,9 Millionen €. Das Zinsumfeld im Markt und die gesunkenen Tagesgeldzinsen führten im Jahr 2025 zu Rekord-Neuanlagen in Höhe von 106,1 Mio. €. Die Erträge aus Tagesgeldern und kurzfristigen Einlagen verringerten sich folgerichtig von 1,1 Millionen € auf 0,4 Millionen €. Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen verbesserten sich um 0,5 Millionen € auf 15,5 Millionen €. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen auf Gebäude in Höhe von 0,5 Millionen € belief sich die laufende Durchschnittsverzinsung nach Verbandsformel auf 2,9 %.
Im Geschäftsjahr ergab sich ein Verlust aus Zu- und
Abschreibungen in Höhe von 0,2 Millionen €. Dem
Stand im Vorjahr ein Verlust aus Zu- und Abschreibungen
von 0,1 Millionen € entgegen. Aus abgelaufenen
oder schon veräußerten Kapitalanlagen wurde ein
Gewinn von 1,0 Millionen € nach 0,2 Millionen € im
Vorjahr erzielt. Insgesamt ergab sich ein Nettoergebnis
von 15,9 Millionen € nach 14,3 Millionen € in 2024.
Die Nettoverzinsung steigt von 3,0 % auf 3,1 %. Die
Zeitwerte der Kapitalanlagen lagen zum 31.12.2025
um insgesamt 2,8 Millionen € unter den Buchwerten,
wohingegen der negative Saldo im Vorjahr 1,5 Millionen
€ betrug. Der Saldo der Zeitwerte setzt sich aus
stillen Reserven in Höhe von 29,5 Millionen € und stillen
Lasten in Höhe von 32,3 Millionen € zusammen.
Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer
stiegen gegenüber dem Vorjahr um
11,6 % von 90,3 Millionen € auf 100,8 Millionen €
zum Ende des Berichtsjahres.
Die Brutto-Zahlungen für Versicherungsfälle verringerten sich um 5,4 Millionen € von 56,1 Millionen € auf 50,7 Millionen €. Dabei sanken sowohl die Zahlungen für Rückkäufe um 1,5 Millionen €, als auch die Leistungen aus Abläufen und Todesfällen um 3,9 Millionen €. Der Anteil der Rückversicherer ging um 0,4 Millionen € auf 2,2 Millionen € zurück. Nachdem im Vorjahr die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle netto um 2,6 Millionen € aufgelöst werden konnte, belief sich die Zuführung im Berichtsjahr auf 0,2 Millionen €. Damit betrug der Gesamtnettoaufwand für Versicherungsfälle 48,7 Millionen € nach 51,0 Millionen € im Vorjahr.
Für eingegangene künftige Leistungsverpflichtungen
wurden der Deckungsrückstellung brutto 19,2 Millionen
€ zugeführt nach 7,5 Millionen € im Vorjahr, die
sich damit auf 434,8 Millionen € beläuft. In der diesjährigen
Zuführung saldiert ist eine Auflösung um 1,9
Millionen € der sich im Abbau befindlichen Zinszusatzreserve.
Von der Deckungsrückstellung entfällt mithin
ein Betrag von 18,2 Millionen € (Vorjahr 20,0 Millionen
€) auf die gesamte Zinszusatzreserve.
Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (RfB) wurden 22,6 Millionen € nach 18,6 Millionen € im Vorjahr zugeführt. Der festgelegte Teil der RfB (gebundene RfB) erhöhte sich auf 20,9 Millionen €. Der ungebundene Teil der RfB (freie RfB), der als Puffer zum Ausgleich von Ertragsschwankungen dient, wurde um 4,2 Millionen € auf 23,2 Millionen € verstärkt. Der Anteil der freien an der gesamten RfB erhöhte sich von 48,1 % auf 52,6 %.
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Entwicklung der gebuchten Beiträge (brutto/netto), der Rohüberschuss, das Ergebnis aus Kapitalanlagen, sowie das Netto-Ergebnis vor Gewinnabführung. Diese finanziellen Leistungsindikatoren gelten als Bestandteil des Steuerungssystems der InterRisk Lebensversicherungs-AG.
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Zu unseren zentralen nichtfinanziellen Erfolgsfaktoren zählt insbesondere die hohe Mitarbeiterloyalität, die auf einer ausgeprägten Arbeitszufriedenheit beruht und sich in einer großen Betriebstreue widerspiegelt. Darüber hinaus bilden die hohe Fachkompetenz sowie die ausgeprägte Lern- und Weiterbildungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wesentliche Grundlage für unseren nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Unser Unternehmen beschäftigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalitäten und zeichnet sich durch eine ausgewogene Altersstruktur aus. Diese Vielfalt sehen wir als große Stärke.
Durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen treten wir aktiv in den Dialog mit unserer Belegschaft, gewinnen wertvolle Einblicke und erhalten kontinuierliches Feedback zur aktuellen Stimmungslage im Unternehmen sowie zur Arbeitszufriedenheit und Unternehmenskultur.
Mobile Arbeit verstehen wir als zukunftsorientierte und moderne Arbeitsform. Mit unserer Betriebsvereinbarung zu diesem Thema haben wir flexible und attraktive Rahmenbedingungen geschaffen, die es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, ihre Arbeit individuell und passend zur jeweiligen Lebenssituation zu gestalten.
Der konzernweit organisierte Social Active Day – ein Aktionstag, an dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam gesellschaftlich engagieren können – wird in unserem Haus sehr positiv angenommen. Er bietet die Möglichkeit, sich abteilungsübergreifend zu vernetzen, den Teamzusammenhalt zu stärken und sich im Rahmen unterschiedlicher Projekte regional sozial zu engagieren.
- Personalstruktur
Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 waren bei den InterRisk Versicherungen 163 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Durchschnittsalter lag bei 44,1 Jahren, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 12,0 Jahren. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten belief sich auf 55,2 %.
- Berufsausbildung als Investition in die Zukunft
Seit 1999 ist die Berufsausbildung ein fester Bestandteil unserer Personalstrategie; hierdurch wird ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Sicherung qualifizierter Nachwuchskräfte geleistet.
Neben der Ausbildung von Kaufleuten für Versicherungen und Finanzanlagen bietet das Unternehmen ein ausbildungsintegriertes Studium in Kooperation mit der Hochschule RheinMain in Wiesbaden an. Bedarfsgesteuert werden zudem Fachinformatiker/innen der Fachrichtung Systemintegration ausgebildet. Zum Ende des Geschäftsjahres befanden sich insgesamt sechs Auszubildende im Unternehmen.
- Zufriedene Kunden geben uns Recht
Die InterRisk stellt ihren Kunden herausragende Produkte zur Verfügung. Dies belegen diverse Gütesiegel, die uns regelmäßig sowohl für die Produkte der verschiedenen Sparten als auch für das gesamte Unternehmen verliehen werden.
- Dank an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der InterRisk.
In einem anspruchsvollen Marktumfeld der Versicherungsbranche, geprägt von fortschreitender Digitalisierung und stetig steigenden Kundenanforderungen, tragen sie mit hoher Fachkompetenz, Engagement und Verantwortungsbewusstsein maßgeblich zu unserem Erfolg bei.
Mit ihrer Bereitschaft, Veränderungen aktiv mitzugestalten, Prozesse weiterzuentwickeln und innovative Lösungen voranzutreiben, sichern sie nachhaltig unsere Wettbewerbsfähigkeit.
Ihr täglicher Einsatz bildet das Fundament unserer positiven Geschäftsentwicklung und unserer vertrauensvollen Kundenbeziehungen.
Aus den Kapitalanlagen sowie mit den für Kosten und Leistungen nicht verbrauchten Beitragsanteilen erwirtschaftete die InterRisk einen Rohüberschuss von 48,5 Millionen €, der um 5,3 Millionen € unter dem Vorjahresergebnis liegt. Die Beteiligung der Versicherungsnehmer im Wege der Direktgutschrift sowie durch Dotierung der RfB belief sich im Berichtsjahr auf 43,3 Millionen € nach 45,6 Millionen € im Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern auf Kapitalanlagen verringerte sich von 8,3 Millionen € auf 5,2 Millionen €.
Mit der Obergesellschaft InterRisk Versicherungs-AG VIG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Ertragsbesteuerung erfolgt auf Ebene des Organträgers. Nach vollständiger Abführung des Gewinnes von 5,2 Millionen € verblieb im Berichtsjahr somit wie im Vorjahr ein Jahresüberschuss von 0 €.

Wesentliche, das Geschäft belastende Ereignisse sind bis zur Erstellung des Geschäftsberichtes nicht eingetreten.
Hinweis: Die folgenden Aussagen im Prognosebericht unterliegen einer gewissen Unsicherheit.
Die InterRisk behält weiterhin ihren Fokus als Spezialist in der Absicherung des Todesfall- und Invaliditätsrisikos. Eine Verbreiterung der Vertriebswege soll die zielgruppenorientierten Tarife mit variantenreichen und führenden Bedingungen für noch mehr Kunden erschließen. Darüber hinaus sollen die Fondsgebundene Tarife, durch zusätzliche digitale Services, für jüngere Maklergruppen an Attraktivität gewinnen. Weiterhin stellen intelligente Rückdeckungsmodelle für Zeitwertkonten sowie bilanzneutrale Auslagerungskonzepte einen Wachstumstreiber dar.
Die Zinsüberschussbeteiligung wird für das Jahr 2026
weiterhin stabil bei 2,7 % liegen. Durch die Schlussgewinnanteile
beträgt die Gesamtverzinsung bis zu
3,01 %. Die konkurrenzfähige Überschussbeteiligung
positioniert die InterRisk hervorragend auch im Bereich
kapitalbildender Tarife mit Garantieverzinsung.
Die Stabilität und Nachhaltigkeit bilden sich auch in der überdurchschnittlichen Solvabilität ab, die ohne Anwendung von Übergangsmaßnahmen oder der Volatilitätsanpassung auskommt. Weiterhin wurde das solide Geschäftsmodell der InterRisk von der unabhängigen Ratingagentur Morgen & Morgen in ihrem neuesten Unternehmensrating neuerlich mit der 5-Sterne-Höchstwertung ausgezeichnet.

Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2026 wird auf dem Niveau des Berichtsjahrs erwartet.
Unternehmerische Chancen und Risiken sind im Regelfall eng miteinander verbunden. Dies erfordert, Chancen und Risiken systematisch zu identifizieren, zu bewerten und daraus geeignete Maßnahmen abzuleiten. Zu diesem Zweck sind in unserem Unternehmen verschiedene, unserem Geschäfts- und Risikoprofil angemessene Strukturen und Prozesse etabliert, um Chancen und Risiken ertragsorientiert nutzen zu können. Vor diesem Hintergrund beschreiben wir im Folgenden die wesentlichen Bestandteile unserer Risikoorganisation. Die nachfolgenden Darstellungen zu Chancen und Risiken beziehen sich auf einen Betrachtungszeitraum von 12 Monaten.
Chancenbericht
Chancen ergeben sich heute aus mehreren Quellen. Die wichtigsten darunter sind:
- Kunden (Wünsche und Bedürfnisse)
Die sich stark verändernden Bedürfnisse von Kunden – worunter wir als Maklerversicherer sowohl Endkunden als auch unsere Vertriebspartner verstehen – sind Herausforderung und Chance zugleich. Absicherung und Vorsorge gewinnen durch den demographischen Wandel und die gesellschaftlichen Veränderungen immer mehr an Bedeutung. Weiterhin sind Nachhaltigkeit und Klimawandel Themen, die aus wirtschaftlichen, politischen und regulatorischen Entwicklungen nicht mehr wegzudenken sind und auch für Kunden bei Veranlagungsentscheidungen immer mehr in den Vordergrund rücken, woraus sich neue Möglichkeiten zur Kundengewinnung und -bindung ergeben.
Darauf wollen wir uns mit Produkten und Service bestmöglich einstellen. Durch unsere Vertriebspartner erhalten wir unmittelbares Feedback zu den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden. Wir nutzen dies für ständige, kundenorientierte Weiterentwicklung unserer Angebote und unseres Service.
- Technologischer Wandel
Digitalisierung und der Fortschritt der Informationstechnologie sind auch für Versicherungsunternehmen ein essentieller Bestandteil der Geschäftsentwicklung geworden.
Neue Möglichkeiten im Service und in der Kommunikation mit Kunden eröffnen ebenso Chancen wie Effizienzsteigerungen und Vereinfachung von Prozessen in der Verwaltung. Wir sind überzeugt, dass der dadurch ermöglichte, noch stärkere Fokus auf Service und Kunden in den kommenden Jahren stark an Bedeutung gewinnen wird. Der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bringt dahingehend große Chancen mit sich, muss aber stets risikoorientiert und mit Fokus auf wertstiftenden Lösungen gestaltet werden.
- Wirtschaftliches Umfeld
Wenngleich das gesamtwirtschaftliche Umfeld auch die Versicherungsbranche vor große Herausforderungen stell, können daraus auch Chancen gezogen werden: Langfristig und nachhaltig orientierte Kapitalanlagepolitik, die gleichzeitig auch flexibel genug ist, um Opportunitäten wahrnehmen zu können, wird immer wichtiger. Durch positive versicherungstechnische Ergebnisse (insbesondere Risikoergebnisse) ist es möglich, risiko- und ertragsorientiert anlegen zu können, ohne übermäßiges Risiko nehmen zu müssen.
Risikobericht
- Governance und Risikoorganisation
Der Vorstand verantwortet das gesamte Governance- System und legt Geschäfts- und Risikostrategie sowie Risikopolitik fest. Das Governance-System besteht aus dem Risikomanagementsystem mit den verschiedenen Risikomanagementprozessen, dem internen Kontrollsystem (IKS), den Unternehmensleitlinien zu risikorelevanten Bereichen (einschließlich der Bestimmungen zu den Erfordernissen für die fachliche Qualifikation und persönlichen Zuverlässigkeit – Fit & Proper), sowie den vier Governance-Funktionen: Risikomanagement-Funktion, versicherungsmathematische Funktion, Compliance-Funktion und Interne Revision.
Im Rahmen des internen Kontrollsystems (IKS) werden laufend in enger Zusammenarbeit mit allen betroffenen Abteilungen die Risiken sowie die dazugehörigen Kontrollen aktualisiert und dokumentiert. Dabei werden die operativen und für den Jahresabschluss relevanten Risiken inklusive der gesetzten Kontrollen bestätigt und auf ihre Effizienz untersucht.
Die Geschäfts- und Risikostrategie des Vorstandes legt Ziele, das Limitsystem und seine Risikotoleranz, Risiko- Grundsätze und Hauptrisikosteuerungsmaßnahmen fest und stellt ein Rahmenwerk für die weiteren Risikoprozesse dar. Wichtige Prozesse sind die Berechnungen des Risikokapitalerfordernisses nach Solvency II (Standardformel), der IKS- und der Risikoinventurprozess, sowie der Prozess der eigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA). Die Risikoinventur wird unternehmensweit nach der Durchführung des IKS-Prozesses und nach der Risikoberechnung durchgeführt. Die Risikoinventur fasst alle Risiken der InterRisk im Risikokatalog zusammen. Dabei werden sowohl die Ergebnisse der Risikoberechnungen als auch jene der Dokumentation des IKS berücksichtigt.
Als Teil des ORSA-Prozesses wird die Angemessenheit der Risikokapitalberechnung überprüft und das eigene Risikoprofil analysiert. Darüber hinaus werden Projektionen zur zukünftigen Entwicklung der Solvabilitätssituation über den Planungshorizont des Unternehmens zur risikobasierten Untermauerung der Geschäftsplanung ermittelt.
- Risikoprofil
Das Kapitalmarktumfeld ist beeinflusst durch globale Handelsrestriktionen und geopolitische Spannungen, welche sich auf Nachfrage- und Risikoprofile auswirken. Strukturelle Anpassungsprozesse in der Wirtschaft, ausgelöst durch Digitalisierung und vermehrten Einsatz von künstlicher Intelligenz, verändern Risikobewertungen und Geschäftsmodelle in zahlreichen Branchen. Zinsumfeld und Kapitalmärkte blieben daher volatiler als in den Vorjahren.
Die InterRisk überprüft regelmäßig die Finanzierbarkeit der langfristigen Lebensversicherungsverpflichtungen unter den aktuellen Marktbedingungen und unter verschiedenen Kapitalmarktszenarien. Aus diesen Tests zeigt sich, dass auch in schwankenden Zinsszenarien alle Verpflichtungen finanziert werden können. Die Diversifikation der Kapitalanlagen ist darauf ausgerichtet, auch in einem schwierigen Umfeld ausreichende Erträge erzielen zu können und über ausreichende Liquidität für die notwendigen zukünftigen Zahlungen zu verfügen.
Die finanzielle Stabilität und Solvabiliät der InterRisk liegt deutlich über den regulatorischen Kapitalanforderungen. Die regulatorische Bedeckungssituation wird in der InterRisk nach der Solvency II – Standardformel ohne jede Übergangsmaßnahme oder sonstige Erleichterungen auf Grundlage des Verhältnisses von Risikokapitalerfordernis und ökonomischer Risikotragfähigkeit ermittelt. Im Jahr 2025 lag die Bedeckung zu jedem Zeitpunkt deutlich über dem regulatorischen Erfordernis. Dadurch sehen wir unsere finanzielle Stabilität gewährleistet und sehen uns in der Lage, auch unter schweren finanziellen oder versicherungstechnischen Schockereignissen allen Verpflichtungen nachzukommen.
Komponenten des Risikoprofils
Das Risikoprofil des Unternehmens setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die das gesamte Tätigkeitsfeld abdecken. Zur Einschätzung, welche Risiken für die InterRisk wesentlich und bedeutend sind, orientieren wir uns am Risikoprofil nach Solvency II. Demnach sind insbesondere das versicherungstechnische Risiko sowie das Marktrisiko für unser Unternehmen bedeutend. Diese beiden Risikokomponenten stehen für rund 90 % des gesamten Risikokapitalbedarfs.
Marktrisiko
Marktrisiko bezeichnet das Risiko von Wertverlusten oder ungünstigen Wertveränderungen, das sich aus (indirekten oder direkten) Schwankungen der Höhe und / oder der Volatilität des Marktpreises von Kapitalanlagen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten ergibt.
Das Marktrisiko unterteilt sich in Zinsänderungsrisiko,
Aktienrisiko, Immobilienrisiko, Spreadrisiko, Konzentrationsrisiko
sowie Währungsrisiko.
Die Zinsentwicklung bleibt im Fokus der Risikobewertung.
Zinsumfeld und Kapitalmärkte blieben volatiler
als in den Vorjahren, was sich auf Kapitalanlageerträge
auswirkt. Unsere garantierten Rechnungszinssätze
übersteigen nicht die Höchstzinssätze gemäß
Deckungsrückstellungsverordnung und betragen tariflich
im Durchschnitt 1,8 %. Da die derzeitige laufende
Durchschnittsverzinsung um rund 1,3 Prozentpunkte
höher liegt, kann von einer angemessenen Sicherheitsspanne
ausgegangen werden. Darüber hinaus ist das
Zinsgarantierisiko durch die Bildung einer den rechtlichen
Vorschriften entsprechend gebildeten Zinszusatzreserve
begrenzt.
Gemessen am Marktwert ist nur ein geringfügiger Teil
unserer Kapitalanlagen unmittelbar von der Kursentwicklung
der Aktienmärkte abhängig. Für den Bestand
an festverzinslichen Anlagen gilt, dass beeinflusst
durch die in der Niedrigzinsphase erworbenen Kapitalanlagen
nach wie vor stille Lasten bestehen. Insgesamt
sind andererseits nunmehr deutlich gestiegene Wiederanlagerenditen
erzielbar. Als langfristig orientierte
Anleger sind zinsinduzierte Marktwertveränderungen
während der Laufzeit in der Regel mit keinem besonderen
finanziellen Risiko verbunden, da wir unsere
festverzinslichen Kapitalanlagen bis zur Fälligkeit halten.
Im Kapitalanlagenbestand der Gesellschaft befanden
sich zu keinem Zeitpunkt Asset Backed Securities
(ABS), Credit Linked Notes (CLN) oder sonstige implizite
Kreditderivate. Fremdwährungsanlagen bestehen
nur in sehr geringem Umfang.
Zur Bestimmung der quantitativen Anlagerisiken dienen
auch die jährlichen Stresstests der BaFin. Diese
geben Szenarien vor, die an den jeweils aktuellen Entwicklungen
ausgerichtet sind und auf deren Grundlage
die Unternehmen analysieren, inwieweit auch in
adversen Marktsituationen aus dem Bestand der Kapitalanlagen
ausreichende Erträge erwirtschaftet werden,
um die zugesagten Zinsgarantien zu erfüllen.
Aus dem in diesem Zusammenhang zuletzt durchgeführten
Stresstest nach BaFin Vorgaben ergeben sich
folgende Sensitivitäten zum Stichtag 30.9.2025:

Die Kapitalanlage erfolgt ganz überwiegend bei deutschen oder innergemeinschaftlichen Emittenten angemessener Bonität. Ratings werden regelmäßig beobachtet und auf die Einhaltung zumindest des Investmentgrade-Status geachtet.
Neben der Bedeutung für die Versicherungstechnik sind Nachhaltigkeitsrisiken bzw. ESG-Themen mittlerweile auch im Bereich der Kapitalanlage in die Risikobetrachtung miteinzubeziehen. Risiken können hier insbesondere durch ESG-getriebene Marktwertschwankungen sowie auch durch Reputationsrisiken infolge von Investments in unter ESG-Gesichtspunkten ungünstige bzw. nicht erwünschte Anlagen entstehen.
Um diesen Risiken zu begegnen, gilt für die InterRisk im Rahmen der Kapitalanlage – und Risikostrategie eine „Black List“ zum Ausschluss von Anlagen bzw. Finanzierungen im Bereich von geächteten Waffen sowie strikte Einschränkungen bzw. Abbauvorgaben im Bereich der Kohleindustrie.
Versicherungstechnisches Risiko
In der Lebensversicherung bezeichnet das versicherungstechnische Leben-Risiko jenes Risiko, dass versicherte Leistungen über den Erwartungen liegen. Das Leben-Risiko wird zu diesem Zweck in Sterblichkeitsrisiko, Langlebigkeitsrisiko, Invaliditätsrisiko, Stornorisiko, Kostenrisiko, und Katastrophenrisiko unterteilt.
Diese Risiken bestehen in der Gefahr, dass sich die bei der Kalkulation der Prämien angenommenen Sterblichkeits-, Langlebigkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten (biometrische Risiken) im Laufe der Zeit stark verändern oder sonstige Änderungen der ökonomischen, sozialen, technologischen und rechtlichen Rahmenbedingungen eintreten. Diese kalkulatorischen Risiken beachten wir bei der Tarifierung durch Verwendung unter Berücksichtigung von Sicherheitszuschlägen vorsichtig kalkulierter Berechnungsgrundlagen (Sterbetafeln, Invaliditätstafeln) und bei der Produktentwicklung durch eine vorausschauende Gestaltung der Bedingungen und sonstigen Leistungsmerkmale sowie bei der Zeichnung von Risiken durch eindeutige Annahmerichtlinien und eine sorgfältige Antragsprüfung.
Zur Begrenzung des Stornorisikos fließen tatsächliche und erwartete Stornoerfahrungen und -wahrscheinlichkeiten in die Tarifierung ein. Sofern Stornierungen in größerem Ausmaß stattfinden, können damit für ein Lebensversicherungsunternehmen auch Liquiditätsrisiken verbunden sein. Für die InterRisk war festzustellen, dass sich das Stornoverhalten, begründet durch den Fokus auf biometrische Absicherungen und die bei diesen Verträgen deutlich geringere Zinssensitivität der Kunden, kaum verändert hat.
Weiterhin besteht die Gefahr, dass zufallsbedingt erhöhte Schadenaufwendungen notwendig werden. In Bezug auf den Eintritt größerer Schäden begrenzen wir dieses Risiko durch Rückversicherungsverträge, die ausschließlich bei für die gesamte Unternehmensgruppe unter Sicherheits- und Bonitätsgesichtspunkten vorab genehmigten Rückversicherern bestehen. Forderungen gegenüber Rückversicherern in materieller Größenordnung bestehen ausschließlich gegenüber (Rückversicherungs-)Gesellschaften mit einem Rating (S&P) von zumindest A+. Für eingetretene, aber noch nicht abschließend regulierte Versicherungsfälle bilden wir Rückstellungen, die sich am handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip orientieren. Die Abwicklung der Rückstellungen wird ständig überwacht.
Ausfallsrisiko
Das Ausfallsrisiko bezieht sich auf Risiken, die aus einem unerwarteten Ausfall oder einer Herabstufung der Kreditbeurteilung von Gegenparteien während der folgenden zwölf Monate entstehen. Um dieses Risiko zu begrenzen, wird eine Konzentration auf einzelne Schuldner durch eine breite bzw. der Bonität angemessene Streuung der kurzfristigen Einlagen und Rückversicherungspartner vermieden. Die Kapitalanlage einerseits sowie Aufnahme von Rückversicherungsbeziehungen andererseits erfolgt anhand von Limiten zum Exposure und zur Bonität. Ratings werden regelmäßig beobachtet und auf die Einhaltung zumindest des Investmentgrade-Status geachtet.

Fällige Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, die seit über 90 Tagen ausstehend sind, bestehen mit 0,1 Millionen €. Es waren in den letzten drei Jahren keine wesentlichen Ausfälle hinsichtlich derartiger Forderungen zu verzeichnen.
Immaterielles Vermögenswertrisiko
Das immaterielle Vermögenswertrisiko ist das Verlustrisiko aufgrund von Wertminderungen bei immateriellen Vermögensgegenständen. Dieses Risiko ist für die InterRisk derzeit nicht relevant.
Operationales Risiko
Operative Risiken können durch Unzulänglichkeiten in Geschäftsprozessen und Kontrollen entstehen, aber auch technisch bedingt oder durch Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens verursacht sein. Diese Risiken werden bei der InterRisk durch ein Internes Kontrollsystem (IKS), Sicherungen und Arbeitsanweisungen minimiert. So unterliegen alle Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen definierten Regelungen hinsichtlich der Vollmachten und Berechtigungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und das Vier-Augen Prinzip reduzieren die Eintrittswahrscheinlichkeit von Unregelmäßigkeiten.
Unser internes Kontrollsystem wird regelmäßig von der Internen Revision risikoorientiert und prozessunabhängig auf Effizienz und Angemessenheit geprüft.
Insbesondere das Mobile Arbeiten und die damit zusammenhängenden Verbesserungen an den zugrundeliegenden technischen Systemen sowie der Prozesseffizienz sind zum festen Bestandteil des operativen Geschäftsbetriebs geworden. Die fortschreitende Digitalisierung führt andererseits auch zu neuen Risiken:
Die Bedrohungslage im Hinblick auf Cyber-Angriffe hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Angreifer versuchen, Unternehmens- und/oder Kundendaten zu stehlen oder den Geschäftsbetrieb zu blockieren, regelmäßig verbunden mit Lösegeldforderungen. IT-Sicherheit und Informationssicherheit sind daher von zentraler Bedeutung: System, Netzwerke und Daten sind angemessen gegenüber Angriffen von außen zu schützen.
Diesbezüglich werden auch regulatorische Anforderungen regelmäßig an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Im Januar 2025 ist DORA (Digital Operations Resilience Act) in Kraft getreten. Die in enger Abstimmung innerhalb der Unternehmensgruppe getroffenen Vorbereitungsarbeiten in technischer und organisatorischer Hinsicht wurden zeitgerecht abgeschlossen, so dass die eingerichteten technischen Überwachungsprozesse und -systeme plangemäß funktionierten.
Festzuhalten bleibt, dass im Hinblick auf die sich ständig verändernde Bedrohungslage und die Weiterentwicklung der Angriffsmethoden trotz aller Sicherheitsmaßnahmen ein Restrisiko im Hinblick auf Cyber-Angriffe nicht ausgeschlossen werden kann.
Die InterRisk misst der IT- und Informationssicherheit hohen Stellenwert zu. Wir verfügen über robuste und moderne Absicherungssysteme, und bedienen uns professioneller externer Dienstleister zum ständigen Monitoring, Beratung und Weiterentwicklung unserer Systeme, Vorkehrungen und Richtlinien. Zu den Vorbeugungsmaßnahmen gehören auch klare Richtlinien zum Umgang mit IT sowie Sensibilisierungsmaßnahmen der Mitarbeiter. Ebenso führen wir regelmäßig technische Überprüfungen wie Penetrationstests und andere simulierte Angriffe durch.
Der Sicherheit unserer Programme und Daten dienen Kontrollsysteme und Schutzvorkehrungen einschließlich einer mehrstufigen Firewall. Als Notfallvorsorge dient ein externes Rechenzentrum. Mittels automatisierter Spiegelung der erforderlichen Daten einschließlich des optischen Archivs können wir daher auch bei Totalausfall unserer physischen Infrastruktur den Betrieb aufrechterhalten.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen nicht zeitgerecht ihren fälligen finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen können. Wir prüfen, ob die eingegangenen Verpflichtungen jederzeit erfüllt und auch bei unerwartet hohen Versicherungsleistungen Kapitalanlagen problemlos veräußert werden können. Die voraussehbaren Geldströme steuern wir über eine fortlaufende Liquiditätsplanung. Die Staffelung der Restlaufzeiten unserer Rentenpapiere berücksichtigt die Fälligkeit der Versicherungsverträge und die Einschätzung der künftigen Zinsentwicklung.
Reputationsrisiko
Das Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko, dass negative Medienberichte, die die gesamte Branche oder einzelne Unternehmen hinsichtlich der vergangenen oder aktuellen Geschäftstätigkeit betreffen, unabhängig vom Wahrheitsgehalt, Grund für einen Kundenrückgang oder für kostspielige Rechtsstreitigkeiten sein können oder zu einem allgemeinen Ertragsrückgang führen können. Wir begegnen diesem Risiko durch klare strategische Orientierung auf Kundenzufriedenheit und hohe Servicestandards. Es ist nicht unser Ziel, nur über den Preis zu verkaufen. Dies erfordert ständigen Einsatz insbesondere von angemessenen Personal- und technischen Ressourcen, um die Servicestandards aufrecht zu erhalten und dabei tatsächlich einen Schritt voraus zu sein.
Strategisches Risiko
Das strategische Risiko betrifft die Unvereinbarkeit zwischen zwei oder mehreren definierten Kriterien, wie z. B. die strategischen Unternehmensziele, die entwickelte Geschäftsstrategie und die eingesetzten Ressourcen zur Erreichung der Ziele, die Qualität der Implementierung und das wirtschaftliche Marktumfeld, in dem das Unternehmen tätig ist. Wir begegnen diesen Herausforderungen unter Leitung unseres erfahrenen Management-Teams durch Weiterentwicklung und Umsetzung der langjährig erfolgreichen Strategie. Wir setzen daher Maßnahmen, um diesen strategischen und Wettbewerbsrisiken zu begegnen, dazu zählen eine permanente Beobachtung und Analyse des Wettbewerbs, Produktvergleiche, ausgeprägte Kunden- und Serviceorientierung sowie regelmäßiger Austausch mit unseren Vertriebspartnern.
Geopolitische Risiken und signifikante globale wirtschaftliche Herausforderungen haben auch das Jahr 2025 gekennzeichnet. Der Einfluss dieser Risiken und der damit verbundenen mittel- und langfristigen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen führen zur einer hohen Volatilität der wirtschaftlichen Entwicklung.
- Aktivitäten 2025 und Ausblick
Auch im Geschäftsjahr 2025 wurden alle vorgesehenen Risikomanagementprozesse, gegebenenfalls unter Beachtung von zwischenzeitlich eingetretenen Änderungen des regulatorischen Rahmens, durchgeführt. Insbesondere wurden sämtliche Berichtspflichten erfüllt, die umfangreiche quartalsweise Berechnungen und Berichte vorsehen. In enger Abstimmung innerhalb des Konzerns der Vienna Insurance Group wurden die entsprechenden Prozesse im Unternehmen weiterentwickelt.
Im ORSA-Prozess wurde die Angemessenheit des Risikoprofils anhand der Standardformel überprüft sowie eine Risiko- und Solvabilitätsprojektion durchgeführt. Diese dient der Verknüpfung des Risikoprofils mit der mittelfristigen Unternehmensplanung und ist ein wichtiges Element der Unternehmenssteuerung. Stresstests und Sensitivitätsanalysen zeigen die wirtschaftliche Bedeutung der Risikofaktoren und ihrer Treiber für das Risikoprofil und seine Projektion.
Im Jahr 2025 fanden vier Berechnungsdurchgänge zur Eigenmittelausstattung und zum risikobasierten Solvabilitätserfordernis (Solvency II Standardformel) statt. Entsprechend der geltenden Anforderungen wurden die Ergebnisse der BaFin mittels der etablierten technischen Berichtswege gemeldet.
Neben den bestehenden internen und externen Kontrollinstanzen wie z. B. Aufsichtsrat, Wirtschaftsprüfer, Verantwortlicher Aktuar oder der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht übernehmen die im Unternehmen eingerichteten Governance-Funktionen zusätzliche Aufgaben zur Risikoüberwachung und -steuerung. Dazu gehören die Risikomanagementfunktion, die Versicherungsmathematische Funktion, die Compliance-Funktion sowie die Interne Revision.
Mit unserer risikobewussten Geschäftspolitik und Finanzstärke werden wir auch weiterhin über eine angemessene Risikotragfähigkeit und Eigenmittelausstattung verfügen, die über den regulatorischen Anforderungen liegt.
Für die InterRisk zeigt sich, dass die Konzentration auf biometrische Risiken, verbunden mit einem vergleichsweise geringeren Einfluss der Kapitalmarktrisiken auf einen kleineren Bestand an langfristig zu bedeckenden Garantien, gerade für die geltenden risikobasierten Eigenkapitalregelungen einen geschäftspolitischen Vorteil darstellt.
Weiterhin wird fester Bestandteil unserer Geschäftsund Risikopolitik sein, dass die Entwicklung und Kalkulation neuer Produkte sowie die Bildung von Rückstellungen vorsichtig und stets unter Beachtung der dafür maßgeblichen Richtlinien bzw. eingerichteten Kontrollen erfolgt. Die Kapitalanlagen werden unter Berücksichtigung von Mischung und Streuung so angelegt, dass eine möglichst hohe Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität erreicht wird.
Unter HGB ermitteln sich folgende Kennzahlen zur Eigenkapitalausstattung: Das Eigenkapital beläuft sich auf 23,5 Millionen € und damit 22,0 % der verdienten Nettobeiträge. Die Summe aus Eigenkapital, Zinszusatzreserve, stillen Reserven und stillen Lasten der Kapitalanlagen sowie freier RfB liegt mit 46,7 % der verdienten Nettobeiträge auf sehr hohem Niveau.
Der Aufsichtsrat hat im Juni 2025 Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat sowie für den Vorstand festgelegt. Diese liegen bei 33 % für die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie 33 % für den Vorstand. Die Frist zur Erreichung wurde jeweils mit 31. Dezember 2026 festgelegt.
Zum 31. Dezember 2025 wurde die Zielgröße für den
Frauenanteil im Vorstand eingehalten. Die Zielgröße
für den Frauenanteil für die von der Hauptversammlung
gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats wurde
zum 31.12.2025 übertroffen (50 %).

